Erythrocyten
Erythrocyten, rote Blutkörperchen, an Organellen arme, bei Säugern kernlose Blutzellenart der Wirbeltiere und einiger Wirbelloser; dienen dem Sauerstoff- und Kohlensäuretransport, der pH-Wert-Regelung des Bluts, sind Träger von Blutgruppenantigenen. E. sind Transportzellen und enthalten das Transportprotein Hämoglobin, das Sauerstoff binden und abgeben kann. Die E. der Säugetiere entstehen im roten Knochenmark. Aus Stammzellen bilden sich Erythroblasten, dann Reticulocyten, aus denen sich schließlich E. entwickeln. Sie werden in Knochenmark, Milz, Leber abgebaut. Beim Menschen sind E. scheibenförmig, in der Mitte eingedellt, haben einen mittleren Ø von 7,5 µm, eine Lebensdauer von ca. 4 Monaten. In einem µl Blut befinden sich bei m etwa 5,1 Mrd. und bei f 4,6 Mrd. E. 5–10% der E. im strömenden Blut sind Reticulocyten, die eine fein gekörnte oder eine netzartige Struktur haben. Ihre Verminderung oder Vermehrung hat diagnostische Aussagekraft über die Aktivität der Erythropoese, der Neubildung von E.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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