Federn
Federn, aus den Schuppen der Reptilien entstandene, tote, aus Horn bestehende, spezifische Hautgebilde der Vögel; dienen dem Kälteschutz, der Fortbewegung, der Tarnung, der Signalgebung. In eine warzenartige Erhebung der Epidermis (Epidermispapille) wächst ein Zellverband des Coriums hinein. Die Epidermispapille senkt sich dann in das Corium ein; es entsteht der Federbalg, in dessen Innerem sich die F. entwickelt und an dessen Basis die Coriumpapille die Feder ernährt. Diese besteht in fertigem Zustand aus Kiel und Fahne. Der Teil des Kiels, der im F.balg steckt, ist die runde und hohle Spule (Calamus), an deren Basis sich Teile der Coriumpapille als Federseele befinden. Der freie Teil des Kiels, der Schaft (Rhachis), ist vierkantig und markgefüllt; von ihm gehen beidseitig die Äste (Rami) der Fahne ab. Diese tragen ihrerseits Nebenäste (Radii), die durch rückwärts gerichtete Häkchen miteinander verbunden sind, sodass die Fahne eine geschlossene Fläche bildet. Konturf. (Deckfedern) sind fest, z.T. sehr groß, als Steuerf. am Schwanz, als Schwungf. am Flügel. Die Daunenf. haben keine verhakten Radii und eine schwach entwickelte Fahne; sie stellen das erste Federkleid der Jungvögel und befinden sich als Kälteschutz unter den Konturf. Die Fadenf. haben einen dünnen Schaft und wenige Radii. Die Gesamtheit der
F. eines Vogels nennt man das Gefieder. Mindestens einmal im Jahr wird es durch einen Federwechsel (Mauser) erneuert. Die F.farben, die saisonal und je nach Geschlechtszugehörigkeit unterschiedlich ausfallen, beruhen teilweise auf Pigmenten, teilweise auf Interferenzerscheinungen (Schillerfarben).

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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  • Federn — (springs; ressorts; molle), Konstruktionsteile, die durch entsprechende Gestalt und entsprechend gewähltes Material bei Beanspruchung auf Druck oder Zug innerhalb der Elastizitätsgrenze, bleibende Deformationen von solcher Größe annehmen können,… …   Enzyklopädie des Eisenbahnwesens

  • Federn — ist der Familienname folgender Personen: Ernst Federn (1914–2007), österreichischer Psychoanalytiker Josef Federn (1831–1920), österreichischer Internist Karl Federn (1868–1943), österreichischer Jurist und Schriftsteller Paul Federn (1871–1950) …   Deutsch Wikipedia

  • Federn — Fêdern, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsw. haben. 1) Die Federn fahren lassen. Die Betten federn allzu sehr. 2) Sich federn, neue Federn anstatt der alten bekommen; wofür doch mausen üblicher ist. In der thätigen Gattung ist fiedern eingeführet.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Federn — nennt man im Allgemeinen die natürliche Bekleidung des ganzen Vogelgeschlechts. So mannichfaltig dasselbe ist, so verschieden ist auch dessen Gefieder. Von der seinen, zarten Feder des Colibris bis zur großen und langen des Straußes und Reihers… …   Damen Conversations Lexikon

  • federn — V. (Aufbaustufe) unter einer Belastung nachgeben und wieder in die Ausgangslage zurückkehren Synonyme: schwingen, wippen Beispiele: Er ging mit federndem Schritt durch den Saal. Die Sitze des Wagens federn gut …   Extremes Deutsch

  • Federn — Federn, Oberhautgebilde der Vögel, im ausgewachsenen Zustande ein totes Gebilde aus verhornten Epidermiszellen, wachsen in periodischem Wechsel (Mauser), während die Nährpapille, aus der sie hervorgegangen, abstirbt und zur Seele wird, die sich… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Federn — Federn, die äußere Bedeckung der Vögel und charakteristisches Eigenthum derselben, dem Haar der Säugethiere entsprechend. Sie dienen dem Vogel zur Bedeckung und zum Flug und bestehen aus dem Kiel (Spule), welcher eine in der Haut liegende hornige …   Herders Conversations-Lexikon

  • federn — (sich) mausern * * * fe|dern [ fe:dɐn]: 1. <itr.; hat bei einer Belastung nachgeben und danach wieder in die alte Lage zurückkehren: die Matratzen federn gut. 2. <tr.; hat mit Federn so ausstatten, dass Stöße aufgefangen und abgemildert… …   Universal-Lexikon

  • federn — Feder: Das altgerm. Substantiv mhd. veder‹e›, ahd. fedara, niederl. veder, engl. feather, schwed. fjäder beruht (ebenso wie das anders gebildete, unter ↑ Fittich behandelte Wort) mit verwandten Wörtern in anderen idg. Sprachen auf der idg. Wurzel …   Das Herkunftswörterbuch

  • federn — 1. schwingen, wippen. 2. mit einer Federung versehen; (Technik): abfedern. * * * federn:1.〈unterDruckelastischnachgeben〉schwingen·zurückfedern–2.〈mitFederungversehen〉abfedern(fachspr)–3.⇨polstern(1) federnschwingen,schnellen,wippen …   Das Wörterbuch der Synonyme

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