grampositive Eubakterien


grampositive Eubakterien
grampositive Eubakterien, Klasse der Eubacteria, deren Vertreter durch einen dicken, vielschichtigen Mureinsacculus, der bis zu 50% des Trockengewichts der Zellwand ausmacht und nur wenig andere Komponenten enthält, gekennzeichnet sind und bei denen die Gramfärbung erhalten bleibt. In den Mureinsacculus sind Teichonsäuren (Heteropolymere aus Glycerinphosphorsäure oder Ribitphosphorsäure, die über Phosphodiesterbrücken mit Muraminsäure verknüpft sind) eingelagert. Einige g.E. bilden Sporen. Die Fähigkeit zur Photosynthese fehlt. Die systematische Gliederung erfolgt mehrheitlich nach künstlichen Kriterien. Wichtige Gruppen sind z.B.: Actinomycetales; die chemoorganotrophen Streptococcaceae und die Lactobacillaceae, beide Milchsäurebildner, die Kohlenhydrate vergären und außer in der Milch auch auf Pflanzen sowie im Darm und auf den Schleimhäuten von Tieren vorkommen; die aeroben oder fakultativ anaeroben Bacillaceae, die Endosporen erzeugen und zu denen einige Krankheitserreger, z.B. Clostridium tetani, der Erreger des Wundstarrkrampfes, gehören. Eine Sonderstellung nehmen die Mycoplasmen ein.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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