Lamarckismus
Lamarckismus, auf Jean de Lamarck (1744–1829), Mitbegründer der Evolutionstheorie, zurückgehende Vorstellungen zur Entstehung der Artenanpassung. Lamarck nahm an, dass Organismen ein inneres Bedürfnis nach Vervollkommnung haben, das sie zu einer Höherentwicklung führe. So sei der Giraffenhals durch das Bedürfnis entstanden, höher hängende Zweige abzuweiden. Durch Gebrauch oder Nichtgebrauch würden Organe gekräftigt oder verkümmern. Auf diese Weise würden bei den betroffenen Individuen durch Umwelteinflüsse Anpassungen ausgelöst und weitervererbt. Der L. ist nur noch von historischem Interesse; gemäß den Erkenntnissen der Genetik gibt es keine Vererbung individuell erworbener Eigenschaften, also von Modifikationen.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Lamarckismus — ist die Theorie, dass Organismen Eigenschaften an ihre Nachkommen vererben können, die sie während ihres Lebens erworben haben. Sie ist nach dem französischen Biologen Jean Baptiste de Lamarck benannt, der im 19. Jahrhundert eine der ersten… …   Deutsch Wikipedia

  • Lamarckismus — Lamarckismus, die Abstammungslehre Lamarcks, s. Deszendenztheorie. Vgl. Neolamarckismus …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Lamarckismus — Lamarckismus, die Theorie Lamarcks (s.d.) über die Entstehung der Arten im Tier und Pflanzenreiche, läßt die höhern Tiere aus den niedern, einfachern entstehen; die dabei stattfindenden Veränderungen sollen auf das Maß des Gebrauchs oder… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Lamarckismus — La|mar|ckịs|mus 〈m.; ; unz.〉 Hypothese Lamarcks über die Entstehung neuer Arten durch Vererbung erworbener Eigenschaften [nach dem frz. Naturforscher J.B. de Lamarck, 1744 1829] * * * La|mar|ckịs|mus, der; [nach dem frz. Naturforscher J. B. de… …   Universal-Lexikon

  • Lamarckismus — La|mar|ckịs|mus 〈m.; Gen.: ; Pl.: unz.〉 Hypothese Lamarcks über die Entstehung neuer Arten durch Vererbung erworbener Eigenschaften [Etym.: nach dem frz. Naturforscher J. B. de Lamarck, 1744 1829] …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

  • Lamarckismus — Lamarckịsmus [nach dem frz. Naturforscher J. B. de Lamarck, 1744 1829] m; : naturwissenschaftliche Lehre, die die Vererbbarkeit der (durch Anpassung an die Umwelt erworbenen) individuellen Veränderungen behauptet …   Das Wörterbuch medizinischer Fachausdrücke

  • Lamarckismus — La|mar|ckis|mus der; <nach dem Begründer, dem franz. Naturforscher J. B. de Lamarck (1744 1829), u. zu ↑...ismus> Hypothese Lamarcks über die Entstehung neuer Arten durch funktionelle Anpassung, die vererbbar sein soll …   Das große Fremdwörterbuch

  • Lamarckismus — La|mar|ckịs|mus, der; (von Lamarck begründete Abstammungslehre) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Neolamarckismus — Lamarckismus ist die Theorie, dass Organismen Eigenschaften an ihre Nachkommen vererben können, die sie während ihres Lebens erworben haben. Sie ist nach dem französischen Biologen Jean Baptiste de Lamarck benannt, der im 19. Jahrhundert eine der …   Deutsch Wikipedia

  • Geschichtsdarwinismus — Dieser Artikel wurde auf der Qualitätssicherungsseite des Portals Soziologie eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Artikel aus dem Themengebiet Soziologie auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”