laterale Hemmung
laterale Hemmung, Form der Erregungshemmung in Nerven- oder Sinnessystemen, bei der eine erregte Zelle (Sinneszelle bzw. Neuron) über Collaterale und Interneurone benachbarte Zellen prä- oder postsynaptisch hemmt. Die l.H. ist besonders bei Rezeptoren in Sinnessystemen verbreitet, wo sie der Intensivierung von Kontrasten dient. Das Phänomen der l.H. wurde an den Ommatidien der Facettenaugen des Xiphosuren Limulus untersucht: Wird ein Ommatidium mit Licht gereizt, so gelangt die Erregung nicht nur zum Gehirn, sondern über Collaterale der ableitenden Nervenfaser auch in die Nachbarommatidien, die dadurch gehemmt werden. L.H. findet man auch im Wirbeltierauge.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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