Mikrofilamente


Mikrofilamente
Mikrofilamente, Actinfilamente, v.a. aus dem Protein Actin aufgebaute, besonders ausgeprägt in Muskelzellen vorkommende Filamente; Elemente des Cytoskeletts; Ø 6–8 nm; sie sind wesentlich beteiligt an der Muskelkontraktion, an intrazellulären Bewegungen, Sol-Gel-Umwandlungen im Cytoplasma und der Cytokinese, sie steifen die Mikrovilli aus und bauen zusammen mit Myosin bzw. Myosinfilamenten das Actin-Myosin-System auf, das für Bewegungsvorgänge in Muskelzellen ( Myofilamente), in denen sie am besten untersucht sind, sowie in anderen Zellen verantwortlich ist. A. bestehen aus zwei helicalen Strängen globulärer Actinmoleküle, die unter Spaltung von gebundenem ATP »Kopf an Schwanz« polymerisieren, wodurch die beiden Enden eines M. sich strukturell unterscheiden und unterschiedliche Proteine binden können. M. können rasch auf- und abgebaut werden. Cytochalasin B zerstört M. durch Depolymerisation, Phalloidin, ein Gift des Knollenblätterpilzes, verhindert dagegen ihre Depolymerisation, wodurch die Zellbewegung ebenfalls gehindert wird.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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