Monosaccharide
Monosaccharide, Einfachzucker, Formel CnH2nOn, nach der Anzahl ihrer C-Atome (Triosen, Tetrosen, Pentosen, Hexosen ...) klassifizierte Monomeren der Kohlenhydrate; haben in den Organismen wichtige Funktionen als Speicherstoff (z.B. Glucose, Fructose) und als Nucleinsäurenbausteine (Ribose, Desoxyribose). M. sind Oxidationsprodukte mehrwertiger Alkohole, bei denen eine der OH-Gruppen zur Carboxylgruppe dehydriert wurde. Geschieht dies bei einer endständigen OH-Gruppe, so entsteht dort eine Aldehydgruppe, das M. ist ein Aldehydzucker oder eine Aldose (z.B. Glucose). Bei Oxidation am C2 eines mehrwertigen Alkohols entsteht eine Ketogruppe, das M. ist ein Ketozucker oder eine Ketose (z.B. Fructose). Pentosen und Hexosen kommen in der Natur am häufigsten vor. M. treten in D- und L-Form auf, wobei die Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Form von der räumlichen Anordnung der OH-Gruppe am letzten »asymmetrischen« C- Atom (C-Atom mit vier verschiedenen Substituenten) abhängt: Bei der D-Form ist die OH-Gruppe rechts angeordnet, bei der L-Form links. Zucker sind optisch aktive Substanzen, die die Ebene des polarisierten Lichts um einen bestimmten Winkel nach rechts oder links drehen, was mit einem (+) oder (-) vor der Bezeichnung des M. ausgedrückt werden kann, z.B.
D-(+)-Glucose. M. treten in Ketten- und in Ringform auf und werden auch so dargestellt. Die Ringbildung (zyklisches Halbacetal) kommt dadurch zustande, dass das H-Atom der OH-Gruppe am C5 an den Sauerstoff der ursprünglichen Carbonylgruppe angelagert wird. Ringform haben die fünfgliedrigen, ein Sauerstoffatom enthaltenden Furanosen und die sechsgliedrigen, ein Sauerstoffatom enthaltenden Pyranosen. Beide können in α- (OH-Gruppe am C1 nach unten angeordnet) oder β-Form (OH-Gruppe am C1 nach oben angeordnet) vorliegen. Wichtige M. sind Glucose, Fructose, Galactose, Ribose, Desoxyribose, ferner Mannose, Xylose, Arabinose.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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  • Monosaccharide — Monosaccharide,   Gruppe von einfach gebauten Zuckern mit der allgemeinen Formel CnH2nOn, die als die Grundbausteine der Kohlenhydrate anzusehen sind und sich im Gegensatz zu den Di , Oligo und Polysacchariden nicht weiter hydrolytisch spalten… …   Universal-Lexikon

  • monosaccharide — [ mɔnɔsakarid ] n. m. • mil. XXe; de mono et saccharide ♦ Biochim. Sucre de formule CnH2nOn, non hydrolysable (opposé à polysaccharide).⇒ ose. ● monosaccharide nom masculin Glucide simple constitué d une seule molécule …   Encyclopédie Universelle

  • Monosaccharide — Mon o*sac cha*ride, n. Also rid rid . [Mono + saccharide.] (Chem.) A simple sugar; any of a number of sugars (including the trioses, tetroses, pentoses, hexoses, etc.), not decomposable into simpler sugars by hydrolysis. Specif., as used by some …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Monosaccharide — (Monosen), s. Kohlehydrate …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Monosaccharide — Monosaccharide, s. Kohlehydrate …   Lexikon der gesamten Technik

  • monosaccharide — ► NOUN ▪ a sugar (e.g. glucose) that cannot be broken down to give a simpler sugar …   English terms dictionary

  • monosaccharide — [män΄ō sak′ə rīd΄] n. [ MONO + SACCHARIDE] a carbohydrate, CxH2xOx, not decomposable by hydrolysis; esp., a hexose sugar, C6H12O6, as glucose, fructose, or galactose …   English World dictionary

  • Monosaccharide — Monosaccharides (from Greek monos: single, sacchar: sugar) are the most basic units of biologically important carbohydrates. They are the simplest form of sugar and are usually colorless, water soluble, crystalline solids. Some monosaccharides… …   Wikipedia

  • Monosaccharide — D und L Ribose in Fischer Projektion …   Deutsch Wikipedia

  • monosaccharide — /mon euh sak euh ruyd , euhr id/, n. Chem. a carbohydrate that does not hydrolyze, as glucose, fructose, or ribose, occurring naturally or obtained by the hydrolysis of glycosides or polysaccharides. Also, monosaccharose /mon euh sak euh rohs /.… …   Universalium

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