Nase


Nase
Nase, in den Atmungsweg einbezogenes Riechorgan ( Geruchssinn) der Landwirbeltiere. Während die meisten Fische seitlich vorn am Kopf von der Mundhöhle getrennte Riechgruben haben, kann bei den Crossopterygiern (Quastenflossern) erstmals von einer N.höhle gesprochen werden, da eine hintere Öffnung (Choane) die Verbindung zur Mundhöhle herstellt. Bei den Landwirbeltieren werden die von Luft durchströmten N.höhlen zum vordersten Abschnitt des Atmungsweges. Die N. der Amphibien ist noch sehr einfach gestaltet. Bei typischen Reptilien findet man eine Trennwand zwischen Nasenvorhof und Hauptkammer sowie gewölbte, knorpelige oder aus Knochen bestehende N.muscheln, die die Epitheloberfläche vergrößern. Die N. der Vögel entspricht vom Bauplan her der Reptilienn., ist jedoch klein. Beim Menschen entsteht die Form der N. durch das N.bein und vier N.knorpel. Die beiden von den N.flügeln umschlossenen, aus N.vorhof und N.muscheln bestehenden N.höhlen werden durch die Nasenscheidewand voneinander getrennt. Der Ductus nasolacrimalis (Tränenkanal) mündet in den unteren N.gang. N.nebenhöhlen, die bei allen placentalen Säugern vorkommen, sind eine Ausdehnung der Lufträume der N. in die danebenliegenden Knochen.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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  • nase — nase …   Dictionnaire des rimes

  • Nase — Nase: Die germ. Bezeichnungen des Geruchsorgans mhd. nase, ahd. nasa, niederl. neus, engl. nose, schwed. näsa beruhen mit der unter ↑ Nüster behandelten Bildung auf idg. *nas »Nase«, ursprünglich wahrscheinlich »Nasenloch« (beachte z. B. aind.… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Nase — Sf std. (8. Jh.), mhd. nase, ahd. nasa, mndd. nese, nase, mndl. nose, neuse, nuese Stammwort. Aus g. * nas(ō) f. Nase , auch in anord. no̧s, ae. n(e)osu, afr. nose. Aus ig. * nas (der Ansatz von a ist etwas unbequem, wird aber durch das Indische… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Nase — Nase, der hervorragende Theil des Geruchorganes, das sich aber mit seinen Knochen und Höhlen tiefer in den Schädel erstreckt. Der in zwei Hälften getheilte, hinten in den Schlund sich öffnende, und mit den in den Knochen des Stirnbeins und… …   Damen Conversations Lexikon

  • Nase [3] — Nase, eine vorspringende Spitze beim gotischen Maßwerk (Fig. 1); auch ein Vorsprung an Gesimsprofilen, der das Wasser abtropfen läßt (daher Wassernase, Fig. 2); endlich auch der an der Unterseite der Dachziegel befindliche Ansatz, mit dem die… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Nase — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Bsp.: • Er hat eine rote Nase. Trinkt er zu viel? • Er ist krank. Seine Nase ist kalt und rot …   Deutsch Wörterbuch

  • Nase [1] — Nase, 1) (Nasus, Nares), der unter der Stirn zwischen den Augenhöhlen, den Wangen u. über dem Munde hervorragende Gesichtstheil; umfaßt sämmtliche, zu Bildung des Geruchsorgans sich vereinende Kopftheile. In dieser Hinsicht unterscheidet man… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Nase — Nase, in der Baukunst und Technik immer etwas Vorstehendes. Bei Gesimsen werden Wassernasen von verschiedenen Formen angebracht. Sie sollen verhindern, daß das Regenwasser an den Gebäudeteilen herunterläuft, und es nötigen, abzutropfen. Im… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Nase — (nasus), das Organ des Geruchsinnes. Man unterscheidet die äußere N. u. die N.nhöhle. Die äußere N. hat eine feste Grundlage, von oben her die N.nknochen, abwärts gegen die Spitze die N.nknorpel; besteht aus der N.nwurzel, unterhalb der Stirne,… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Nase [2] — Nase, eine Art Weißfisch …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Nase [3] — Nase, Felsecke auf dem Vorgebirge des Beatenbergs im Thunersee (Schweiz) …   Pierer's Universal-Lexikon


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