Ascomycetidae
Ascomycetidae, ca. 30000 saprophytische und parasitische Arten umfassende Unterklasse der Ascomycetes. Die A. bilden aus haploidem Plectenchym bestehende Fruchtkörper, in denen, oft als Hymenium, die Asci liegen. Zwischen diesen stehen sterile Hyphen. Die Ascusbildung erfolgt am häufigsten durch den Hakentyp, bei dem sich die Endzelle einer ascogenen Hyphe zu einem Haken krümmt. Das Kernpaar teilt sich synchron; ein Kern gelangt in die Basis der Hakenzelle, ein anderer an die Spitze, ein Kernpaar in die Krümmung. Das Paar in der Hakenkrümmung, die durch Zellwandbildung abgetrennt wird, macht eine Karyogamie durch. Anschließend kommt es durch Meiose zur Bildung der meist acht Meiosporen (Ascosporen). Meist verschmelzen die Zelle an der Hakenbasis und die an der Hakenspitze anschließend, sodass der dikaryotische Zustand wiederhergestellt ist. Bei manchen A. zerfällt die Ascuswand bei der Sporenreife, bei anderen werden die reifen Sporen ausgeschleudert. Die systematische Gliederung der A. ist noch in Diskussion. Beispiele: Schimmelpilze (z.B. Penicillium, Aspergillus) in der Ordnung Eurotiales; Ordnung Erysiphales, echte Mehltaupilze; Ordnung Pezizales, Becherlinge. Die Flechten und die Fungi imperfecti können ebenfalls zu den A. gerechnet werden, damit erweitert sich die Unterklasse
zu 80000 Arten.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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