Plastiden


Plastiden
Plastiden, unterschiedlich ausgebildete Organelle, die im Cytoplasma von Zellen grüner Pflanzen liegen und von einer Doppelmembran umhüllt sind: Proplastiden in Meristemzellen, Chloroplasten in photosynthetisch aktivem Gewebe, Leukoplasten in Epidermis und unterirdischen Pflanzenteilen, Chromoplasten in Blüten und Früchten, Gerontoplasten im Herbstlaub und Etioplasten in unbelichteten, ergrünungsfähigen Pflanzenteilen. Alle P.formen mit Ausnahme der Gerontoplasten können sich ineinander umwandeln. P. vermehren sich durch Teilung; P. können sich nur aus P. bilden, nicht aus andersartigen Zellstrukturen. Als eigenes genetisches System besitzen P. eine ringförmige Plastiden-DNA (ptDNA) und 70S-Ribosomen. Deshalb können sie ihre Nucleinsäuren und einen Teil der plastidenspezifischen Proteine selbst herstellen: Sie sind semiautotroph. Die pigmenthaltigen P. (Chloroplasten, Chromoplasten, Gerontoplasten, Etioplasten) werden auch als Chromatophoren bezeichnet.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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  • Plastiden — sind Zellorganellen der Pflanzen und Algen, die aus endosymbiontisch lebenden Zellen hervorgegangen sind. Sie werden unter anderem für die Photosynthese benötigt und verfügen über ein eigenes ringförmiges Genom (Plastom oder plastidäres Genom)… …   Deutsch Wikipedia

  • Plastiden —   [zu griechisch plastós »gebildet«, »geformt«], Singular Plastide die, , Organellen, die in fast allen Pflanzenzellen vorkommen (Ausnahme: Pilze, einige Algen sowie hoch spezialisierte Zellen höherer Pflanzen) und die (wie die Mitochondrien)… …   Universal-Lexikon

  • Plastiden — (griech., »Bildner«), gemeinsame Bezeichnung für die kernhaltigen Zellen und die kernlosen Cytoden …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Plastiden — Plastīden, (grch., »Bildnerinnen«), Elementarorganismen, nennt Haeckel die Zellen. Er unterscheidet a. Zytoden, ohne Kern; ohne (Urzytoden) und mit Hülle (Hüllzytoden); b. echte Zellen, mit Kern, ohne (Urzellen) und mit Hülle oder Zellmembran… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Plastiden — Plas|ti|den die (Plur.) <zu gr. plastós »gebildet, geformt« (dies zu plássein, vgl. ↑plastisch) u. ↑...ide> Gesamtheit der ↑Chromatophoren u. 1↑Leukoplasten der Pflanzenzelle (Bot.) …   Das große Fremdwörterbuch

  • Plastiden-DNA — Plastiden DNA, ptDNA, im Stroma von ⇒ Plastiden liegende, doppelsträngige, ringförmige, in mehreren identischen Molekülen (meist 40–100) vorhandene DNA, deren Anteil an der Gesamt DNA der Zelle zwischen 1% und 25% beträgt. Die ptDNA ist im… …   Deutsch wörterbuch der biologie

  • Siebröhren-Plastiden — Gefärbter Querschnitt durch eine Sprossachse einer Einkeimblättrigen Pflanze. Das Phloem ist mit einem Pfeil markiert und kaum gefärbt. Oben befindet sich das Xylem. Das Phloem (flo e:m, von gr. φλοῦς < φλό ος phlóos = Bast, Rinde) oder der… …   Deutsch Wikipedia

  • Plastide — Plastiden sind Zellorganellen der Pflanzen und Algen, die aus endosymbiontisch lebenden Zellen hervorgegangen sind. Sie werden unter anderem für die Photosynthese benötigt und verfügen über ein eigenes ringförmiges Genom (Plastom oder plastidäres …   Deutsch Wikipedia

  • Endosymbiont — Darstellung der Endosymbiontentheorie Die Endosymbiontentheorie (griech. ἔνδον endo = innen, συμβίωσις symbiōsis = das Zusammenleben) besagt, dass in einer frühen Phase der Evolution der Eukaryoten (also aller höheren Organismen) prokaryotische… …   Deutsch Wikipedia

  • Endosymbionten-Hypothese — Darstellung der Endosymbiontentheorie Die Endosymbiontentheorie (griech. ἔνδον endo = innen, συμβίωσις symbiōsis = das Zusammenleben) besagt, dass in einer frühen Phase der Evolution der Eukaryoten (also aller höheren Organismen) prokaryotische… …   Deutsch Wikipedia


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