Protophyten


Protophyten
Protophyten, morphologische Organisationsform innerhalb des Pflanzen- und des Pilzreichs; unscharf abgegrenzte Untergruppe der Protisten. P. können sich mit Hilfe von Geißeln bewegen (Flagellaten, monadale Organisation) oder unbeweglich (coccale Organisation) sein. Bisweilen fehlt ihnen eine feste Zellwand; die definierte Körpergestalt beruht dann auf Ausbildung einer Pellicula. Die P. zeigen oft hoch entwickelte und differenzierte Organellen, manchmal auch eine Polarisierung der Zelle in ein Vorderende mit Lichtsinnesorganen (vegetativer Pol) und ein Hinterende (vegetativer Pol). Pulsierende Vacuolen dienen bei P. des Süßwassers als Osmoregulatoren. Fast immer können sich P. durch Zweiteilung ungeschlechtlich vermehren; sie sind dadurch potentiell unsterblich. Viele Formen vermehren sich auch sexuell. Es gibt verschiedene Entwicklungslinien zum Vielzeller: Coenobien, Aggregationsverbände, Plasmodien ( Plasmodium), Zellkolonien. Diese leiten, z.B. bei der Grünalge Volvox, bereits zum vielzelligen Organismus über.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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  • Protophyten — Protophyten, s. Protozoen …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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