Reiz


Reiz
Reiz, im Innern eines Organismus oder in seiner Umwelt entstandene Energie oder Energiedifferenz, die physikalisch oder chemisch auf Zellen einwirkt und von diesen mit einer vorübergehenden Veränderung, meist einer Veränderung des Ruhepotentials (Erregung) beantwortet wird. Diese Veränderung basiert auf Permeabilitätsänderungen der Zellmembran und den sich daraus ergebenden Ionenflüssen. Wenn der R. eine ausreichend große Intensität besitzt, d.h. die R.schwelle erreicht, löst er eine fortgeleitete Erregung (Aktionspotential) aus. Man unterscheidet verschiedene R.modalitäten: mechanische, elektromagnetische, thermische, chemische R. Bei den Metazoen gibt es für die R.aufnahme besonders differenzierte Zellen – Nervenzellen, die häufig als spezialisierte Rezeptoren (z.B. Lichtsinneszellen) ausgebildet sind. Adäquate R. werden durch darauf spezialisierte Rezeptoren aufgenommen, die jedoch auch zum Teil von inadäquaten R., d.h. R., die erst bei wesentlich höherer Energie wirken, erregt werden können. So ist z.B. die Belichtung des Auges ein adäquater R., ein Stoß aufs Auge ein inadäquater R. Beide führen zu Lichtempfindungen.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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  • Reiz — Reiz …   Deutsch Wörterbuch

  • Reiz — und Reizantwort Ein Reiz oder Stimulus (Mehrzahl: Stimuli) ist eine physikalische oder chemische Größe der inneren oder äußeren Umwelt, die durch Änderung ihrer Energiebeträge auf die lebenden Systeme einwirkt. Im Sinne der Neurobiologie ist das… …   Deutsch Wikipedia

  • Reiz — der; es, e; 1 etwas, das bewirkt, dass ein (Sinnes)Organ darauf reagiert <ein schwacher, starker, mechanischer, akustischer, optischer Reiz; Reizen ausgesetzt sein>: Die Pupillen reagieren auf optische Reize, indem sie größer oder kleiner… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • reiz — reíz, reízi, s.m. (înv.) căpitan de corabie. Trimis de blaurb, 28.10.2008. Sursa: DAR  réiz ( zi), s.m. – Căpitan. – var. raiz, reis. tc. reis (Şeineanu, III, 97), cf. ngr. ῥαϊζης, it. ràis. – Comp. reiz …   Dicționar Român

  • Reiz — der; es, e; {{link}}K 72{{/link}}: der Reiz des Neuen …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Reiz [1] — Reiz, 1) die Einwirkung auf ein organisches od. geistiges Wesen, durch welche dasselbe zu einer bestimmten Art von Empfindung u. Thätigkeit angeregt wird. Diese Eigenschaft heißt Irritabilität (s.d.) od. Reizbarkeit. Im Gebiete des organischen… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Reiz [2] — Reiz, 1) Johann Friedrich, geb. 1695 zu Braunfels in der Wetterau; wurde 1719 Lehrer an dem Erasmischen Gymnasium in Rotterdam, 1724 Conrector in Utrecht, 1745 Professor der Geschichte u. Beredtsamkeit u. st. 1778. Er schr.: De ambiguis, mediis… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Reiz — Reiz. In der Physiologie versteht man unter Reizen bestimmte Einwirkungen auf lebende Gewebe, besonders auf Nerven und Muskeln, unter deren Einfluß diese aus dem ruhenden in den tätigen Zustand übertreten. Vgl. Nerven und Sinne, auch… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Reiz — Reiz, jede Einwirkung auf den lebenden Organismus, die in diesem eine Umsetzung der Spannkraft in Arbeit hervorruft. Die Eigenschaft des Organismus, die dies ermöglicht, ist die Reizbarkeit oder Irritabilität; sie ist am ausgesprochensten bei den …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Reiz — Reiz, Friedr. Wolfgang, geb. 1733 zu Windsheim in Franken, gest. 1790 als Professor zu Leipzig, Philolog, mehr als Lehrer denn als Schriftsteller wirkend. Gründer der Schule, welche für Grammatik und Wortkritik durch Gottfried Hermann u.a. viel… …   Herders Conversations-Lexikon


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