selfassembly
selfassembly, Selbstorganisation, Prinzip molekularer Gestaltbildung, das verschiedenen übermolekularen Gestaltbildungen in der Zelle zugrunde liegt und nach dem sich unter bestimmten Bedingungen in der Zelle (z.B. bestimmter pH-Wert) gleiche oder verschiedenartige Bausteine automatisch, also zumeist ohne Energiezufuhr, zusammenlagern. Beispiele sind die aus Proteinen und Nucleinsäuren bestehenden Ribosomen sowie das aus gleichartigen Untereinheiten (Tubulin) bestehende Cytoskelett. Auch die Ausbildung von Quartärstrukturen bei Proteinen, die im Gegensatz zu den vorgenannten Strukturen eine genau festgelegte Zahl von Untereinheiten enthalten, geschieht durch S., z.B. bei Multienzymkomplexen.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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