Teleostei
Teleostei, Knochenfische i.e.S., Überordnung der Actinopterygii; vorherrschende und mit ca. 30000, wenige mm bis mehrere m lange Arten, die artenreichste Gruppe der Osteichthyes und der Vertebrata. Die Entfaltung zur heutigen Formenfülle und die Anpassung an verschiedene Lebensräume und Lebensweisen ereignete sich im Tertiär. Stärkere Verknöcherung des Innenskeletts unter Rückbildung des Knorpels; Gräten als zusätzliche Verknöcherungen neben den Rippen; Elasmoidschuppen; je ein amphicoeler Wirbelkörper pro Segment; in den paarigen Flossen Reduzierung der Strahlen und der Muskelmasse; hoch entwickelte Schwimmblase als hydrostatisches Organ; hoch entwickeltes Tectum opticum und Kleinhirn, kleines Endhirn; starke Entwicklung des Bulbus arteriosus im Herzen; Hoden und Ovarien mit direkten Ausführgängen; Die T. sind vielfach Räuber, es gibt aber auch Pflanzenfresser. Meist äußere Befruchtung. T. unternehmen häufig weite Wanderungen zu den Laichplätzen, in einigen Fällen vom Meer ins Süßwasser (z.B. Lachs) oder umgekehrt (z.B. Aal). Oft werden die Eier bewacht; Brutpflege z.B. bei Maulbrütern. Bei innerer Befruchtung haben die m Kopulationsorgane. Die T. sind in fast alle Lebensräume von Meer und Süßwasser vorgedrungen, etwa in die Tiefsee, an den Meeresstrand oder in austrock-
nende Tümpel. Da die T. den Hauptanteil des Weltfischereiertrages ausmachen, haben sie große wirtschaftliche Bedeutung. Da noch kein natürliches System gefunden wurde, existieren sehr unterschiedliche Einteilungsversuche. Einige bekannte Ordnungen sind z.B.: Cypriniformes, Karpfenfische; Clupeiformes, Heringsverwandte; Gadiformes, Dorschfische; Pleuronectiformes, Plattfische; Anguilliformes, Aalfische.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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