unspezifische Abwehrvorgänge


unspezifische Abwehrvorgänge
unspezifische Abwehrvorgänge, Resistenz, bei Pflanzen, Wirbellosen, Wirbeltieren vorkommende morphologische und physiologische Eigenschaften, die dazu dienen, körperfremde Substanzen und krankheitsverursachende Organismen vom Körper fernzuhalten, unschädlich zu machen oder zu zerstören; sie wirken unspezifisch, d.h. gegen eine Vielzahl von verschiedenen Fremdkörpern, und sind genetisch fixiert. Bei Tieren können die u.A. humoral und zellulär verlaufen.
    Beispiele humoral vermittelter u. A.: Lysozyme, die u.a. im Speichel, in der Tränenflüssigkeit und im Nasensekret enthalten sind, wirken durch Abbau der Bakterienzellwand bakterizid. Virusinfizierte Zellen bilden Interferone. Das Komplementsystem des Blutplasmas besteht aus Proteinen, die nacheinander aktiviert werden und die spezifische Wirkung der Antikörper unspezifisch ergänzen. Es kann Zellen zerstören und die Phagocytose durch Makrophagen stimulieren.
    Zellulär vermittelte u.A.: Hierunter versteht man die Phagocytose durch Phagocyten (Fresszellen). Diese nehmen unbrauchbar gewordene körpereigene Komponenten, Fremdstoffe und körperfremde Organismen auf und verdauen sie unter Mitwirkung lysosomaler Enzyme. Eine physikalische Barriere bilden
die Hörn- oder Chitinschichten auf Körperoberflächen und die Epithelien von Körperhöhlen. Die Wirbeltiere besitzen Makrophagen und Mikrophagen.
    Plasmocyten sind phagocytierende Zellen der Wirbellosen. Die natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) zerstören Krebszellen und virusinfizierte Zellen.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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