chemische Synapsen
chemische Synapsen, Synapsen, bei denen die Erregung indirekt über einen Transmitter übertragen wird, den die Nervenendigung abgibt. Alle S. zwischen Nerven- und Muskelzelle (neuromuskuläre S.) sowie die meisten S. zwischen zwei Nervenzellen (neuroneurale S.) sind c.S. Der Übertragungsvorgang ist v.a. an neuromuskulären S. gut untersucht. Die präsynaptische Nervenendigung besteht i.a. aus einem aufgetriebenen Verzweigungsende eines Axons, dem Endknöpfchen. Die Endigung enthält den Transmitter in präsynaptischen Vesikeln. Diese entlassen beim Eintreffen von Aktionspotentialen exocytotisch den Transmitter in den synaptischen Spalt, der ca. zwischen 20 und 40 nm breit ist. Die Substanz diffundiert durch den Spalt und bindet an Rezeptormoleküle der postsynaptischen Membran. Es kommt zu Permeabilitätsänderungen der Membran und damit zu Änderungen des dort bestehenden Ruhepotentials; es entsteht ein postsynaptisches Potential. Die Änderung kann in einer Erniedrigung des Potentials, einer Depolarisation, bestehen. In diesem Fall kann, wenn der Schwellenwert erreicht wird, ein Aktionspotential ausgelöst werden. Das postsynaptische Potential heißt dann excitatorisches (erregendes) postsynaptisches Potential (EPSP) ( erregende Synapsen). Die Membranpotentialänderung kann auch in einer Hyperpola-
risation bestehen, wodurch die Bildung eines Aktionspotentials verhindert oder erschwert wird. Das postsynaptische Potential heißt dann inhibitorisches postsynaptisches Potential (IPSP). Nach wenigen Minuten wird der Transmitter durch Enzyme inaktiviert.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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