Coleoptera
Coleoptera, Käfer, 350000 Arten umfassende Ordnung der Insekten, Unterklasse Pterygota; artenreichste Ordnung des Tierreichs. 0,3–155 mm lang; Kopf teilweise in den ersten als Brustschild ausgebildeten Brustring zurückgezogen; kauende Mundwerkzeuge; Fühler meist elfgliedrig. Die aderlosen Vorderflügel (Elytren) sind sehr stark chitinisiert und bedecken den größten Teil des Abdomens; unter ihnen liegen die Flugorgane, die häutigen, faltbaren, geäderten Hinterflügel. Je nach Lebensweise können die Beine als Lauf-, Grab-, Sprung- und Schwimmbeine ausgebildet sein. Die Entwicklung ist eine vollkommene Verwandlung. Je nach Gruppenzugehörigkeit sind die Larven unterschiedlich gestaltet, z.B. mit großen Laufbeinen, madenförmig, drahtrund, engerlingsförmig. In der Regel häutet sich die Larve zweimal. Meist haben die Larven die gleiche Ernährungsweise wie die Imagines. Diese ist bei den einzelnen Gruppen äußerst unterschiedlich: Räuber (z.B. Carabidae, Laufkäfer), Pflanzenschädlinge (z.B. Chrysomelidae, Blattkäfer), Lagerschädlinge (z.B. Dermestidae, Speckkäfer), Aasfresser (z.B. Silphidae, Aaskäfer), Kotfresser (z.B. Scarabaeidae, Mistkäfer) u.a. C. bewohnen die verschiedensten Lebensräume. Dytiscidae, Schwimmkäfer, und Hydrophilidae, Wasserkäfer, sind Wasserbewohner. Die Puppen, meist freie
Puppen, liegen in der Regel an geschützten Stellen einer von den Larven aus Sekreten oder Kot hergestellten Puppenwiege. Verschiedene Arten betreiben Brutfürsorge und Brutpflege. Unter den C. gibt es zahlreiche für den Menschen schädliche Arten, z.B. für die Land- (z.B. Blattkäfer) und Forstwirtschaft (z.B. Scolytidae, Borkenkäfer), Materialschädlinge (z.B. Cerambycidae, Bockkäfer), Vorratsschädlinge (z.B. Speckkäfer). Als »Nützlinge« wirken z.B. einige Blütenbesucher oder die als Blattlausfeinde tätigen Coccinellidae, Marienkäfer.

Deutsch wörterbuch der biologie. 2013.

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  • Coleoptera — Co le*op te*ra, n. pl. [NL., fr. Gr. ? sheath winged; ? sheath + ? wing.] (Zo[ o]l.) An order of insects having the anterior pair of wings (elytra) hard and horny, and serving as coverings for the posterior pair, which are membranous, and folded… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Coleoptĕra — Coleoptĕra, so v. w. Käfer …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Coleoptĕra — Coleoptĕra, soviel wie Käfer …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Coleoptera — Coleoptĕra, s. Käfer …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Coleoptera — Coleoptera, s. Käfer; Coleopteriten, versteinerte Käfer …   Herders Conversations-Lexikon

  • coleoptera — 1763, from Mod.L., from Gk. koleopteros, lit. sheath wing, used by Aristotle to describe beetles, from koleos sheath (see CELL (Cf. cell)) + pteron wing (see PETITION (Cf. petition)). Related: Coleopterous …   Etymology dictionary

  • Coleoptera — «Escarabajo» redirige aquí. Para otras acepciones, véase Escarabajo (desambiguación) …   Wikipedia Español

  • Coleoptera — Pour les articles homonymes, voir Coléoptère (homonymie). Coléoptères …   Wikipédia en Français

  • Coleoptera — Käfer Zeichnung eines Hirschkäfers (Mitte) und verschiedener Körperteile anderer Käferarten. Aus C. G. Calwer’s Käferbuch. 3. Auflage. Thienemanns, Stuttgart 1876 …   Deutsch Wikipedia

  • Coleoptera — noun beetles • Syn: ↑order Coleoptera • Hypernyms: ↑animal order • Member Holonyms: ↑Insecta, ↑class Insecta, ↑Hexapoda, ↑class Hexapoda …   Useful english dictionary

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